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Wie finde ich das passende Format für ein Kunstwerk?

  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 9 Stunden

Ein Kunstwerk kann zu klein sein.

Zu groß übrigens auch.

Das Interessante ist: Das hat erstaunlich wenig mit der Größe des Raumes zu tun.

Ein großes Bild kann in einem kleinen Raum sehr gut funktionieren.Und ein kleines Werk kann an einer großen Wand genau richtig sein.

Entscheidend ist nicht die Wandfläche. Sondern die Wirkung im Raum.

Wie weit steht man vom Bild entfernt?

Sieht man es beim Eintreten oder erst im Vorbeigehen?

Hängt es allein oder zusammen mit anderen Arbeiten?

Und soll es den Raum bestimmen – oder einfach darin seinen Platz finden?


Welches Format passt zu meinem Raum?

Als Orientierung hilft zunächst der Abstand.

Große Formate brauchen nicht unbedingt große Räume. Aber sie verändern einen Raum stärker. Aus der Nähe werden Details, Strukturen und Oberflächen wichtiger.

Mit etwas Abstand wird das Bild als Ganzes lesbar.

Kleinere Formate funktionieren anders. Sie ziehen den Blick näher heran und lassen mehr Raum um sich herum.

Groß bedeutet nicht automatisch dominant. Klein nicht automatisch unauffällig.

Auch Möbel, Architektur und die freie Wandfläche spielen eine Rolle.

Ein Werk über einem Sideboard oder Schreibtisch befindet sich immer in

Beziehung zu seiner Umgebung.

Dabei muss es nicht exakt mittig hängen.

Und es gibt auch keine Formel, nach der ein Bild exakt zwei Drittel eines Sofas breit sein muss.

Der Raum ist schließlich keine Rechenaufgabe.


Fine Art Prints von Florian Seidel in verschiedenen Formaten und Serien im Studio Seidel Shop
Verschiedene Serien. Verschiedene Formate. Eine Wand.

Lieber ein großes oder ein kleines Kunstwerk?

Wenn zwei Formate infrage kommen, hilft eine andere Frage:

Soll das Bild Teil des Raumes sein – oder soll der Raum Teil des Bildes werden?

Ein größeres Format erzeugt mehr Präsenz und kann die Wahrnehmung eines Raumes verändern.

Ein kleineres lässt mehr Luft um sich herum.

Die Wand wird stärker Teil der Komposition.

Beides kann richtig sein.


Ein großes Bild oder mehrere kleinere?

Manchmal ist die richtige Größe gar keine Größe.

Sondern zwei Bilder. Oder drei. Vier. Sechs.

Gerade bei fotografischen Serien können mehrere Werke zusammen etwas entwickeln, das ein einzelnes Bild nicht kann.

Farben, Formen und Strukturen beginnen miteinander zu reagieren.

Aus einzelnen Bildern entsteht ein neues Bild im Raum.

Eine Serie muss dabei nicht vollständig sein, um als Serie zu funktionieren.

Zwei Arbeiten können ein Paar bilden.

Drei geben einen Rhythmus vor.Vier oder sechs können zu einer eigenen Fläche werden.

Und manchmal ist es tatsächlich die komplette Serie.


Kann ich mehrere Bilder aus einer Serie kombinieren?

Ja.

Bei fotografischen Serien teilen die einzelnen Arbeiten bereits eine Idee, eine Bildsprache oder einen Entstehungsprozess.

Dadurch lassen sie sich oft sehr selbstverständlich miteinander kombinieren.

Bei 12 Houses können Farben, Fassaden, Raster und architektonische Strukturen über mehrere Bilder hinweg miteinander reagieren.

Bei Fruits for Coco entstehen Verbindungen über Farbe, Oberfläche und Struktur.

Bei Neon Kiss über Farbe, Material und Pixel.

Aber die Grenze einer Serie ist keine Grenze für die Wand.

Auch Arbeiten aus unterschiedlichen Serien lassen sich miteinander kombinieren.

Eine Farbe aus Neon Kiss kann in 12 Houses wieder auftauchen.

Die Struktur einer Fassade kann neben der Oberfläche einer Frucht

plötzlich ganz anders wirken.

Dabei müssen die Bilder weder aus derselben Serie stammen noch möglichst ähnlich sein.

Aus verschiedenen Arbeiten kann eine eigene Geschichte entstehen.

Welche das ist, entscheidet nicht mehr die Serie.

Sondern du.


Wie viel Abstand brauchen mehrere Kunstwerke?

Dafür gibt es Tabellen.

Wir benutzen keine.

Je enger Arbeiten zusammenhängen, desto stärker werden sie als Einheit wahrgenommen. Mehr Abstand gibt jedem einzelnen Werk mehr Eigenständigkeit.

Bei einer Reihe oder einem Raster kann ein gleichmäßiger Abstand Ruhe erzeugen. Bei einer freieren Hängung darf sich auch der Abstand verändern.

Wichtig ist weniger die exakte Zahl in Zentimetern als das Verhältnis zwischen Bildgröße, Rahmen und freier Wand.

Die Wand gehört zur Komposition.


Müssen mehrere Kunstwerke gleich groß sein?

Nein.

Gleiche Formate schaffen Ruhe und geben unterschiedlichen Motiven

einen gemeinsamen Rahmen.

Unterschiedliche Größen erzeugen dagegen Bewegung.

Ein größeres Werk kann den Ausgangspunkt bilden, kleinere Arbeiten reagieren darauf.

Beides funktioniert.

Entscheidend ist nicht, dass alles gleich ist.

Sondern was zwischen den Arbeiten entsteht.


Kann ich die Größe eines Kunstwerks vorher ausprobieren?

Ja.

Und dafür braucht man keine komplizierte Raumplanung.

Die Außenmaße des gewünschten Formats mit Malerkrepp an der Wand markieren oder ein entsprechend großes Stück Papier aufhängen.

Dann nicht direkt davor stehen bleiben.

Einmal durch den Raum gehen.Sich hinsetzen.Zur Tür hereinkommen.

Das Format aus der Entfernung betrachten, aus der man ihm später tatsächlich begegnet.

Denn genau dort muss es funktionieren. Nicht auf dem Maßband.

Unsere Fine Art Prints sind je nach Edition in unterschiedlichen Formaten erhältlich. Einzelne Werke können ebenso für sich stehen wie Kombinationen aus mehreren Motiven

oder einer vollständigen Serie.


 
 
 

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